
Till Breyer befasst sich seit 2021 mit der europäischen Rechts- und Sozialgeschichte des Asyls seit der Frühen Neuzeit und erforscht die kulturgeschichtlichen Voraussetzungen und Folgen gesellschaftlicher Migrationsprozesse und Asylkonstellationen. Dabei interessiert ihn vor allem die Veränderung des
Asylbegriffs, seine unterschiedlichen rechtlichen Gestaltungen in der Moderne sowie Fallstudien zu historischen Debatten über Zuflucht und Gastfreundschaft, in denen die Tiefengeschichte unserer heutigen gesellschaftlichen Diskurse sichtbar wird. Er schreibt seit 2022 an einem Buch über das Verhältnis von Literatur und Asyl vom 17.-19. Jh., arbeitet parallel aber auch über deutsche Exilliteratur 1933-45 sowie die Institutionengeschichte von Migration, Identifikation und Passregimen.
Forschungsschwerpunkte:
- Migrationsgeschichte seit dem 17. Jh.
- Rechtsgeschichte des Asyls
- Exilliteratur
- Migrantische deutschsprachige Literaturen