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AK Aktive Flüchtlingsaufnahme

Resettlement und andere Formen der aktiven Flüchtlingsaufnahme stehen aktuell weit oben auf der nationalen, europäischen und internationalen Agenda. Motive, Formen und Wirkungen dieser Politiken sind bislang jedoch nur unzureichend erforscht.

Wir schlagen den Begriff aktive Flüchtlingsaufnahmepolitiken (AFAP) (engl.: Active Refugee Admission Policies, ARAP) als Sammelbegriff für die verschiedenen Formen von Aufnahmepolitiken und –programmen vor. Dieses übergreifende Konzept beschreibt alle Instrumente, die es Schutzbedürftigen ermöglichen, auf sichere und geregelte Weise in einen weiter entfernten Aufnahmestaat einzureisen. Der Begriff umfasst u.a. traditionelles Resettlement, humanitäre Aufnahmeprogramme, sowie andere komplementäre Zugangswege, beispielsweise zum Zweck von Bildung, Arbeit oder Familienzusammenführung.

Gerade in Europa ist ein verstärktes Engagement in diesem Politikfeld zu beobachten. Aufgrund der großen Varianz innerhalb europäischer AFAPs, neuerer Entwicklungen und des besonderen geopolitischen Kontexts lassen sich bestehende Forschungsergebnisse aus ‚alten‘ Resettlementstaaten wie den USA, Kanada, oder Australien, nur bedingt übertragen. Vor diesem Hintergrund bauen wir zwar auf bestehender Forschung zu Resettlement und  anderen AFAPs auf, möchten diese zugleich aber sinnvoll ergänzen, insbesondere im Hinblick auf konzeptuelle und theoretische Fragen. Einen ersten Überblick möglicher Forschungsperspektiven haben wir in einem Blogbeitrag (English version) zusammengefasst.

Ziel des Arbeitskreises ist es, einen Rahmen für Austausch und Diskussion sowie für gemeinsame Publikationen und Projekte zu schaffen. Der Arbeitskreis richtet sich sowohl an ForscherInnen als auch an PraktikerInnen. Unsere Arbeitssprachen sind Englisch und Deutsch.

Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit in der Arbeitsgruppe oder weitere Fragen haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.