Forced Migration Studies Blog

The goal of the Forced Migration Studies Blog is to provide a platform for information and exchange.

Gedanken zum Weltflüchtlingstag 2026: Schotten dicht und Augen zu oder Schutz und Solidarität für forcierte Migration?

Der Weltflüchtlingstag steht im Jahr 2026 in Europa ganz im Zeichen des neuen „Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ (GEAS). Die Zahl der Asylanträge geht in Deutschland und der EU insgesamt zurück. Innenminister Dobrindt erklärte dazu: „Die Migrationswende wirkt! Wir setzen unseren Weg von Kontrolle, Kurs und klarer Kante konsequent fort.“ Tatsächlich ist

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Globale Trends zu Flucht und Asyl im Jahr 2025

Anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni veröffentlicht das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) auch dieses Jahr den Global Trends Bericht zum Fluchtgeschehen in 2025. Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt sind die globalen Vertreibungszahlen 2025 rückläufig – ein Moment, der vorsichtig als Wendepunkt gedeutet werden könnte, aber bei näherer Betrachtung wenig Anlass für

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Die GEAS-Reform: eine Zäsur mit Konsequenzen für den Flüchtlingsschutz

Am 12. Juni 2026 trat das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) in Kraft – ein umfassendes Paket von EU-Richtlinien und Verordnungen, das die Asylpolitik der EU grundlegend verändert. Die Reform wurde über acht Jahre verhandelt und polarisiert die politische Landschaft.  Während einige politische Akteure die Reform als historischen Durchbruch bezeichnen,

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Ein Blick unter den Flickenteppich: kommunale Beschlüsse zur Bezahlkarte in NRW

Die kommunale Umsetzung des Asylbewerberleistungsgesetzes variiert in vielerlei Hinsicht. Daran hat die Einführung der überaus kontroversen Bezahlkarte in NRW wenig geändert: Die eine Kommune entscheidet sich aktiv gegen die Leistungsgewährung per Bezahlkarte und in der Nächsten wird sie eingesetzt. Anhand des Vergleichs nordrhein-westfälischer Großstädte diskutiert dieser Beitrag mögliche Erklärungen für

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Narrating Agency beyond Victimisation: an Inquiry on Resistance through Storytelling in Displacement Contexts

Who gets to tell stories of forced displacement and with what consequences? This blog post explores the promise and risks of storytelling in research and advocacy, unpacking how narrative practices are entangled with vulnerabilities and hold potential for resistance. By tracing dominant discourses and outlining principles for ethical, power-aware storytelling,

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Forcierte Migration regularisieren statt Flüchtlingsschutz externalisieren

Die weltweiten Migrationsdynamiken sind so komplex, dass die einfache Unterscheidung von Fluchtmigration und Arbeits-/Ausbildungsmigration nicht ausreicht. Auch das Konzept der ‚gemischten Migration‘ für den gesamten Bereich der nicht registrierten Migration ist unzureichend. Dies zeigt eine größere Studie anhand von Befragungen und biographischen Interviews mit Migrierenden in den Transitländern Jordanien, Türkei,

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Wie kann jungen Geflüchteten der Übergang von der Schule in die Ausbildung gelingen?

Heute, rund zehn Jahre nach dem „Langen Sommer der Migration“, ist die Zahl der Geflüchteten in Ausbildung ins Stocken geraten. Dass junge Geflüchtete deutlich seltener eine Berufsausbildung aufnehmen als junge Menschen, die nicht aus eingewanderten Familien stammen, ist auch ein Ergebnis struktureller Barrieren. Der Beitrag beantwortet die Frage, welche strukturellen

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Die Grenzen des Zählens: was Europa bei afrikanischer Mobilität übersieht

Europäische Migrationsdebatten fokussieren sich vor allem auf einen Maßstab: die Verringerung der Zahl ankommender Menschen die nicht erwünscht sind. Erfolg wird routinemäßig verkündet, wenn die Grenzübertritte zurückgehen, die Ablehnungen von Visaanträgen zunehmen oder die Asylanträge sinken. Diese Zahlen werden als Beweis dafür verbreitet, dass die Politik „funktioniert.” Zahlen allein können

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Universität im Exil: staatsautonome Reorganisation von Bildungsinfrastrukturen unter Bedingungen von Gewalt, Krieg und Vertreibung in Myanmar/Burma

Nach dem Militärputsch in Myanmar/Burma im Jahr 2021 sehen sich Studierende und Lehrende der University of Yangon sowie anderer Bildungseinrichtungen erneut mit militärischer Gewalt, Unterdrückung, Inhaftierung und Krieg konfrontiert. Als Reaktion darauf reorganisieren sich akademische Gemeinschaften im Untergrund und im Exil und schaffen staatsautonome Bildungsinfrastrukturen – von informellen Lernräumen bis

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Rechtspopulismus mit antikolonialer Maske: der Franc CFA und die Migrationsdebatte

Der Franc-CFA steht im Zentrum der neokolonialen Beziehungen Frankreichs zu mehreren westafrikanischen Staaten. Kritiker:innen werfen der Währung vor, die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu behindern und dadurch Flucht- und Migrationsbewegungen nach Europa zu begünstigen. Diese Kritik wird zunehmend von rechtspopulistischen Akteur:innen oft mit irreführenden Argumenten aufgegriffen. Doch wie stark ist

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From Anticolonial Heroes to Post-Independence Liabilities: Morphing Refugee Categorizations in African Geopolitics

Refugee status and political activities have morphed from mutually constitutive categories in the period of anticolonial struggles to binaries in post-independence Africa. The fluid categorizations of the anticolonial era are in contrast to contemporary categorizations of refugees that preclude political activities and replace them with an apolitical, humanitarian refugee profile.

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